Unser Guide Zum Recyceln Von Verpackungen

Immer wieder werden wir von Kunden gefragt, welche Verpackungen alles in den Sack gepackt werden können. Plastikverpackungen, Essensverpackungen, Getränkeverpackungen, metallische Verpackungen?

Die einfache Antwort ist grundsätzlich können bei uns ALLE Arten von Verpackungen abgegeben werden, einziger Hinweis hier ist:

Bitte “Löffelrein”!

Hygiene ist für unsere Arbeit wichtig!

Wir sortieren die Säcke von Hand und gerade bei Food-Verpackungen verursachen Essensreste einen stark übel-riechenden Geruch, der unsere Arbeit sehr unangenehm macht. Zudem kann es sein, dass stark verschmutzte Objekte nicht mehr recycled werden können und durch den Zusammenschluss in einem Sack auch andere Materialien unbrauchbar machen können.

 

Was genau aber heisst “Löffelrein”?

 

Natürlich müssen Verpackungen nicht perfekt gereinigt abgegeben werden, so ist ein Joghurt-Becher, der sauber “ausgelöffelt” wurde, oder ein richtig leergegessener Fertiggericht-Container völlig akzeptabel. Sind jedoch übermässig Sossen enthalten empfehlen wir den Behälter vorher kurz abzuspülen. Grundsätzlich hilft ein gesunder Menschenverstand zu entscheiden, was in den Sack kann und was nicht… Denkt einfach daran, dass später die Inhalte von einem Menschen per Hand sortiert werden und überlegt euch, wie Ihr diesen Job durch Eure Sorgfalt human gestalten könnt 😉

 

“Abspülen ist Verschwendung von wertvollem Wasser”

 

Immer wieder hören wir von Kunden das Argument es wäre eine Verschwendung von kostbarem Wasser die Verpackungen auszuspülen, gerne möchten wir hier auf einen kurzen Artikel des Bundes verweisen, in dem der Wasserkreislauf der Schweiz beschrieben ist. Abwasser wird zu 100% gereinigt und der Natur zurückgeführt. Die durch das Säubern nutzbar gemachten Rohstoffe übersteigen bei Weitem den Aufwand, den die Reinigung des Wassers verursacht.

 

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/internationaler-tag-des-wassers-2017.html

Warum Wir Noch Auf E-Autos Verzichten

Wir wurden schon öfter gefragt, warum wir keine Hybrid- oder Elektrofahrzeuge zur Abholung der Wertstoffe einsetzen. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Wir verzichten bewusst auf den Einsatz in unserem Fuhrpark. Natürlich achten wir  bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge auf den Schadstoffausstoss.

 

Elektroautos nicht so grün, wie man denkt…

 

Allerdings ist die individuelle CO2 Emission nicht der ausschlaggebende Faktor. Neben den teilweise horrenden Anschaffungspreisen von Hybrid- oder Elektrofahrzeugen, besitzen viele bis heute eine sehr schlechte Ökobilanz. Die verwendeten Materialien der Batterieherstellung Lithium, Kobalt und Mangan, welche nur mit enormen Energieaufwänden produziert und mit langen Transportwege beschafft werden, verursachen starke Belastungen. Dazu kommt die problematische Wiederaufbereitung der Batterieblöcke, welche schädliche Langzeiteffekte auf die Umwelt haben. Nur weil die Fahrzeuge keinen Auspuff besitzen, werden sie fälschlicherweise oft als „Zero Emission“ angepriesen. Diese Aussage gilt allerdings nur für den Betrieb der Fahrzeuge. Erstellt man eine umfassende Ökobilanz und bezieht alle Faktoren mit ein, sind aktuell, zumindest bei den Lieferwägen, immer noch moderne Dieselfahzeuge die logische Wahl.

 

Auch andere Alternativen überzeugen uns noch nicht

 

Denn auch andere Konzepte, wie Bioethanol, Biodiesel oder Erdgas verlieren bei genauerer Betrachtung, schnell viel von ihrem Charme. Die Problematik von Monokulturen zur Brennstoffherstellung inklusive dem übermässigen Einsatz von Pestiziden und Lebensmittel in den Treibstofftank zu füllen, sind nur einige der kritischen Argumente. Auch gasbetriebene Motoren sind keine echte Alternative. Neben der Tatsache, dass auch Erdgas ein fossiler Brennsstoff und nicht unendlich förderbar ist, bedingt ein bivalenter Antrieb ein höheres Gesamtgewicht, wodurch ein Teil des vermeintlichen Vorteils eingebüsst wird.
Unser neuer IVECO Daily besitzt eines der effizientesten Antriebssysteme auf dem Markt. Es entspricht der Abgasnorm Euro 6d-TEMP und damit dem höchsten Standard für Verbrennungsmotoren. Zum jetzigen Zeitpunkt schneiden solche Fahrzeuge sowohl ökonomisch als auch ökologisch deutlich besser ab, als alternative Antriebssysteme.

 

Unsere Wahl:

IVECO DAILY

Erfahre Mehr Über Unseren Recycling Prozess

Wir arbeiten mit zuverlässigen Partnern

 

Oft werden wir gefragt, ob und wie wir denn genau nach der Sammlung die abgegebenen Wertstoffe rezyklieren. Dies ist ein komplizierter Prozess, denn jeder Wertstoff hat seinen eigenen Wiederverwertungsprozess und muss separat behandelt werden. Um eine gleichbleibend hohe Qualität bei der Trennung und Weiterleitung in die einzelnen Warenströme zu gewährleisten, arbeiten wir deshalb mit eingeführten Recycling Partnern, wie z.B. der Firma KIBAG zusammen. Diese verfügen als renommierte Recyclingunternehmen über das nötige Netzwerk und das Know-how, die gesammelten Wertstoffe zuverlässig der Wiederaufbereitung zuzuführen. Unsere Säcke werden dort geöffnet und von Hand sortiert. In der Regel werden die einzelnen Fraktionen anschliessend in die bestehenden Recyclingkanäle der Schweiz weitergeleitet (PET Recycling Frauenfeld, Getränkekartons und Tetrapak Weinfelden, Batterien an Innobat, Glas an Vetroswiss, etc.).

 

Kunststoff ist die einzige Ausnahme

 

Eine Ausnahme bilden Kunststoffe. Die Aufbereitung von Kunststoffen ist in der Schweiz oft nicht wirtschaftlich und wird deshalb grösstenteils verbrannt. Im Gegensatz zum benachbarten Ausland gibt es kein staatlich organisiertes Sammelsystem, wie zum Beispiel die «Gelbe Tonne» in Deutschland oder Österreich. Deshalb fehlt eine entsprechende industrielle Sortierung. Nach der ersten Sortierung leiten unsere Partner Mischkunststoff an grenznahe Sortierungsanlagen im Ausland weiter (z.B Loacker in Lustenau oder die Firma Vogt in Bad. Rheinfelden). Dort werden sie maschinell weiter sortiert und vor Ort oder zurück in der Schweiz wieder aufbereitet. Dennoch bleibt eine gewisse Quote übrig, welche thermisch verwertet werden muss. Gewisse Mischformen, zu stark verschmutzte oder zu kleinteilige Kunststoffe werden auch bei unserem System verbrannt. Allerdings liefern unsere Partner die Kunststoffe an die Zementindustrie, wo sie als Alternativbrennstoff Steinkohle ersetzt. Damit trägt selbst die Verfeuerung durch die höhere Energieausbeutung als in einer Kehrichtverbrennungsanlage, aktiv zur Einsparung von CO2 bei. Dieses Vorgehen ist nach unserem Wissensstand aktuell das CO2 freundlichste Vorgehen.

Wusstest Du Eigentlich Wie Aluminium Recycled Wird?

 

Das aus Bauxit gewonnene leicht silbrige Metall Aluminium kennt man heutzutage meist durch Getränkedosen oder Lebensmitteltuben. Eine besondere Eigenschaft des Aluminiums ist die Widerstandsfähigkeit gegen Licht und Sauerstoff.

 

 

Warum wird Aluminium recycled?

 

Aluminium kann nahezu unendlich wiederverwendet werden. Nach der ersten Wiedereinschmelzung spricht man von Sekundär-Aluminium. Bei der Wiederaufbereitung von Aluminium wird im Vergleich zur Herstellung nur 5% der Energie benötigt. Dadurch wird die Umwelt pro rezykliertem Kilogramm Aluminium vor bis zu 9.87 Kilogramm schädlichen CO2 Emissionen bewahrt. Damit ist das Aluminium-Recycling umwelttechnisch ein enorm wichtiger Prozess.

In Deutschland übersteigt der sekundäre Aluminium Markt bereits den primären Markt mit über 250 000 Tonnen. Zu beachten ist auch, dass Bauxit eine finite Ressource ist und in der Zukunft mehr und mehr Aluminium aus dem Recycling-Prozess geliefert werden muss.

 

 

Wie wird Aluminium recycled?

 

Nach der Sammlung und Trennung werden die Aluminium Produkte maschinell gereinigt und anschliessend geschmolzen. Aus der Schmelze wird das noch flüssige Aluminium in Barren gepresst und während noch warm anhand von Walzen ausgepresst. Die entstandenen Aluminiumrollen können dann zu neuen Produkten verarbeitet werden.

 

Zahlen & Fakten

 

Mehr als 800m€ werden jedes Jahr für rezykliertes Aluminium ausgegeben.

 

Das Recyclen von einer Aluminium Dose spart die gleiche Energie, die es kostet einen Song auf dem iPod zu hören.

 

Aluminium ist das wertvollste Material im Recycling Sack.